August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Corvey
Der Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wurde am 2.
April 1798 in Fallersleben geboren. Zunächst studierte er in
Göttingen Theologie, später wechselte er zu Philologie und
Germanistik. Während eines Aufenthalts auf Helgoland verfasste er
1841 das Lied der Deutschen. Die letzten vierzehn Jahre seines
Lebens arbeitete er als Bibliothekar in der Fürstlichen
Bibliothek Corvey. Hoffmann starb am 29. Januar 1874 an den
Folgen eines Schlaganfalls. Er wurde neben seiner Frau Ida auf dem
Corveyer Friedhof begraben.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in Corvey
Im Jahr 1840 übernahm Herzog Viktor als erster Herzog und Fürst von
Corvey das Schloss und seine Bibliothek. In Weimar lernte er Hoffmann
von Fallersleben kennen. Auf Empfehlung seiner Schwägerin bot er ihm
die Betreuung seiner Bibliothek an. Hoffmann nahm das Angebot an und
kam 1860 nach Corvey. Er versuchte, den Ruf der Bibliothek als einer
Sammlung von Unterhaltungsliteratur zu verbessern, indem er
wissenschaftliche Literatur, wertvolle Einzelwerke und Prachteinbände
kaufte. Der Bestand wurde auf rund 74.000 Bände erweitert, die in
Bücherschränken im Stil des Klassizismus und des Biedermeier
aufbewahrt werden.
Hoffmann von
Fallersleben starb am 19. Januar 1874 in Corvey. Unter großer
Anteilnahme der Bevölkerung wurde er neben seiner bereits am 27.
Oktober 1860 verstorbenen Frau Ida auf dem kleinen Friedhof neben der
Abteikirche beigesetzt. Das Grab schmücken zwei schlichte
Marmorplatten mit den Namen. Das Denkmal auf der Grabstätte, eine
bronzene Porträtbüste des Dichters auf einer hohen Steinstele wurde
1911 anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des „Deutschlandliedes“,
von Hoffmann von Fallersleben 1841 auf der Insel Helgoland gedichtet,
enthüllt. Franz Hoffmann-Fallersleben, der Maler und Sohn des
Dichters, stiftete dieses Denkmal.
(Text: Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH)


